Niederalben 
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erlebe die pfalz

 

Artur Schug


Artur's Leben ist sehr exemplarisch für einen braven Bürger, der in die Wirren der Weltpolitik gerät und zum Opfer wird. Vielen Dank an seine Enkelin Iris Anton aus Köln, die uns diese Dokumente zur Verfügung stellt.

Artur kam ursprünglich aus dem Ort Ronnenberg, der in den 30er Jahren durch den Truppenübungsplatz geräumt wurde.  Er heiratete 1932 Elisabeth Jung und übernahm ihren Hof in Niederalben, Im Eck.



Elisabeth hatte schon einen Sohn, den Rudolf und die beiden bekamen noch 2 Töchter, die Liesel und die Gisela.




Artur hatte eine Ausbildung zum Wagner gemacht, hatte den Beruf aber später nicht mehr ausgeübt. Seine Berufsbezeichnung im Wehrpass war Landwirt.

1937 wurde er gemustert und schon bei Kriegsbeginn 1939 eingezogen und 1940 im Westfeldzug eingesetzt. Artur war damals schon 29 Jahre alt und Vater von drei Kindern.

Auffällig, daß schon zu Anfang des Krieges Familienväter eingezogen wurden.

Artur war als Schütze ausgebildet und nahm von Anfang an bei dem Frankreich-Feldzug teil und gehörte kurzzeitig den Besatzungstruppen an. Der Wehrpass listet sehr detailliert seine Einsätze auf. Von Ende 1940 bis Mitte 1941 war er wohl wieder zuhause in Niederalben.



1941 wurde er wieder für den Russlandfeldzug gerufen und verstarb aber schon in der ersten Woche der Kampfhandlungen.

Artur hinterließ eine Ehefrau, zwei leibliche Töchter und einen Stiefsohn. Seine Töchter, geboren 1933 und 1937, hatten ihn kaum kennengelernt.

Seine Ehefrau blieb in ihrem gesamten Leben in Niederalben und heiratete wieder in den 50er Jahren. Diese Ehe war nur von kurzer Dauer und kinderlos. 

Aus den Ehen der Töchter gingen sieben Enkel hervor, von denen einer noch weiterhin im Dorf lebt.