Niederalben 
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Erlebe die Pfalz

 

Kirchliches Leben

Die Geschichte der evangelischen Dorfkirche ist bereits sehr gut im Artikel von Frau Schworm zusammengefasst. Aber es lohnt sich die neuere Geschichte nochmal Revue passieren zu lassen. 


Wie in all den kleinen Dörfern der Pfalz ist auch die Kirche in Niederalben ein Blickfang im Dorfzentrum. 






Steinmetzarbeiten am Kircheneingang






Umso überraschender erscheint es zurückblickend, dass sich die Gemeinde in den 60er Jahren entschieden hatte, die alte Kirche sozusagen einzumotten und einen Neubau zu beziehen, der mit Unterstützung der Stadt Oberhausen (NRW) gebaut wurde. In diesem Zeitgeist der Erneuerung wurde auch gleich das alte Schulgebäude abgerissen und die Bürger waren stolz oder arrangierten sich mit ihrer Kirche / Gemeindehaus, in einem für die Region sehr untypischem Baustil.



Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Hülser

Es dauerte dann noch einige Jahre bis die Gemeinde die Mittel aufgebraucht hatte, um auch die Orgel in das Gemeindehaus umzuziehen und so vor dem Verfall in der alten unbeheizten Kirche zu retten. In den frühen 90er Jahren muss der Wille gereift sein, die alte Kirche zu restaurieren und der evangelischen Kirchengemeinde wieder eine angemessene Stätte für ihre Gottesdienste zu geben. Mit Spenden und finanzieller Unterstützung der evangelischen Kirche konnte 1998 das alte Kirchengebäude wieder eingeweiht werden. Ein jahrzehntelanger Irrweg in der Dorfchronik ging zu Ende.



 

Aber vielleicht war die räumliche Ordnung der Kirche auch in ihrer Vergangenheit nie so ganz eindeutig. Im Gegensatz zu jedem anderen Ort, hat Niederalben keinen wirklichen Kirchplatz. Der Eingang zum Kirchenportal führt über das Hofgelände der früheren Familie Schneider und nach der Wiedereinweihung musste darauf geachtet werden, dass ein Wegerecht weiter bestand, welches es den Gottesdienstbesucher guten Gewissens erlaubt die Treppen zum Eingang der Kirche zu betreten. Die Gründe für diese seltsame Raumkonstellation müssen in der Frühzeit der Gemeinde liegen.



Der Chor an Weihnachten

Heute bedarf es wieder grosser Anstrengungen der Gemeinde die alte Kirche und das Gemeindehaus für die Dorfgemeinschaft zu erhalten. Ein Verkauf des Gemeindehauses konnte mit der Gründung eines Fördervereins abgewendet werden. Dieser übernahm das Gebäude und kümmert sich auch um die baulichen Belange der Kirche.





Die sehr engagierten Mitglieder des Vereins könnt Ihr auch durch eine Spende unterstützen und damit helfen die Institutionen im Dorf zu erhalten. Fragen zur Arbeit des Vereins können Sie an Frau Desiree Kohl, die Schriftführerin senden: kohl.desiree@gmail.com





Spendenbeiträge können direkt auf dieses Konto eingezahlt werden:

Förderverein für kirchliche Zwecke

(Vorsitzender Franz Mareczek)

  • IBAN: DE47540515500000956102
  • Papierform: DE47 5405 1550 0000 9561 02
  • BIC: MALADE51KUS (Kusel)
  • Bank: Kreissparkasse Kusel


Durch die Arbeit des Vereins stehen der Gemeinde auch weiterhin Räumlichkeiten im Gemeindehaus für alle möglichen Anlässe zur Verfügung. Das Gemeindehaus war architektonisch ein Stilbruch im Ortsbild. Doch das, seit seiner Anfagszeit, fast unveränderte Gebäude strahlt einen eigentümlichen Reiz aus. Man erwartet fast eher eine Kunstgalerie zu betreten als einen ehemaligen Gottesdienstraum. Die breite Fenstersüdfront bietet auch einen schönen Ausblick auf die Hügel um das Dorf. So kann man sich auch wieder mit dem Gebäude und den Entwicklungen versöhnen.